Hier lesen Sie das Sonderpädagogisches Förderkonzept der Realschule am Heimbach

 

 Gemeinsames Lernen an der Realschule Am Heimbach

Erstmals wurden in diesem Schuljahr (2014) gleich mehrere Kinder mit einem sogenannten sonderpädagogischen Förderbedarf auf einmal aufgenommen. Sie lernen gemeinsam mit den anderen Schülern den Stoff der Realschule, brauchen aber vielleicht für bestimmte Dinge etwas mehr Unterstützung.

„Frau Schupp, in meiner Klasse könnten aber ein paar andere Schüler auch auf der Förderschule gewesen sein...!“

Ja, genau. In der Förderschule haben manche unserer Schüler vieles in Sachen „gutes Verhalten“ oder den Mut „ich rede vor anderen, auch wenn ich vielleicht manchmal stolpere“ schon gelernt und sie bringen diesen Schatz in die Realschule mit. Viele der Schüler mit und ohne besonderen Förderbedarf kommen aus Grundschulen, in denen teilweise schon lange integrativ unterrichtet wird.

Sie kennen Doppelbesetzungen im Unterricht, Gespräche mit Lehrern oder Mitschülern über Gruppenverhalten, unterschiedliche Aufgabenstellungen usw. All dies und anderes gibt es seit neuerem vermehrt auch in der Realschule.

Zuerst waren es meist die Gesamtschulen, die sich auch vor der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 schon für Integration, heute Inklusion, öffneten. Der Vorteil der Realschule für manche Schüler liegt im kleineren System, in dem weniger Orientierung verlangt wird, man sich eher kennt. Manche Eltern schätzen das mittlere Band des dreigliedrigen Schulsystem als interessantes Niveau, einen gut brauchbaren Schulabschluss oder haben selbst gute Erfahrungen hier gemacht.

„Und wie kommt jetzt mein Kind in die Realschule?“

In diesem Schuljahr besuchen 15 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Realschule Am Heimbach. Voraussetzung ist wie bei anderen Schülern eine (auch eingeschränkte) Empfehlung der Grundschule für Realschule oder Gesamtschule. Schüler mit einer Hauptschulempfehlung und außerdem besonderen Problemen im Verhalten, der Sprache oder der körperlichen Entwicklung müssen sich in zu vielen Bereichen sehr anstrengen und wir legen den Eltern sehr ans Herz, ihr Kind in einer dem Lernniveau entsprechenden Schule anzumelden.

Die Lehrerinnen aus den 4. Schuljahren der Grund- und Förderschulen, die Kinder aus Troisdorf haben, besprechen daher mit den Eltern von Förderkindern eine gute Lösung für ihr Kind für die Sekundarstufe 1. In einer großen Konferenz der Schulleiter wird dann über die konkrete Verteilung entschieden und die Eltern können ihre Kinder z.B. in der Realschule anmelden.

„Hör mal, mit dem Friedrich läuft es ja gut, aber die Mathilde macht mir neuerdings echt Sorgen...“

In den Gespräche zwischen den Fachlehrerinnen und den Sonderpädagoginnen kommen selbstverständlich alle Jungen und Mädchen der Klasse vor, manche mehr, manche weniger, unabhängig vom offiziellen Status.

Die beiden Sonderpädagoginnen an der Realschule kümmern die sich vor allem um die Förderung und Integration von Schülern mit Förderbedarf. Die Fachkompetenz, der andere Blick, Erfahrungen mit schulischer und außerschulischer Hilfe, Beratungskompetenzen in Elterngesprächen usw. kommen natürlich unmittelbar auch den anderen Schülern zugute, vor allem den Mitschülern aus den entsprechenden Inklusionsklassen, so dass alle an der Schule Beteiligten vom neuen Modell profitieren können.